
Skitouring in Arosa

Arosa liegt auf 1'775 Metern im Herzen Graubündens, umgeben von Gipfeln, die über 2'800 Meter aufragen. Für Skitourengängerinnen und Skitourengänger bedeutet das direkten Zugang zu einigem der schönsten Gelände abseits der Pisten in den Schweizer Alpen. Ob Sie einen morgendlichen Aufstieg vor dem Mittagessen im Hotel suchen oder eine ganztägige Gipfeltour mit einer langen Abfahrt im Pulverschnee: Die Berge rund um Arosa überzeugen auf jeder Ebene.
Warum Arosa zum Skitouring
Die Kombination aus hoher Lage und Nordausrichtung beschert Arosa zuverlässige Schneeverhältnisse von Ende November bis Mitte April. Da das Dorf bereits auf knapp 1'800 Metern liegt, beginnen Sie Ihre Touren höher als in den meisten Destinationen, was weniger Zustieg und mehr Abfahrt bedeutet. Das Gelände reicht von offenen Pulverschneehängen und sanften Graten bis zu steilen Couloirs und technischen Abfahrten und eignet sich so sowohl für fortgeschrittene Tourengängerinnen und Tourengänger, die Erfahrung sammeln, als auch für erfahrene Skifahrerinnen und Skifahrer auf der Suche nach einer Herausforderung.
Abseits der präparierten Pisten des Skigebiets Arosa Lenzerheide bietet das freie Gelände eine Ruhe, die in stärker frequentierten Schweizer Destinationen schwer zu finden ist. An einem klaren Tag reicht der Rundblick vom Rätikon bis zur Bernina-Gruppe.
Beliebte Skitouren-Routen
Die Berge rund um Arosa bieten zahlreiche Tourenmöglichkeiten. Hier einige der lohnendsten Routen.
Parpaner Rothorn (2'899 m)
Das Parpaner Rothorn ist einer der prägenden Gipfel der Region und markiert mit knapp 2'900 Metern den höchsten Punkt des Skigebiets Arosa Lenzerheide. Vom Gipfel werden Tourengängerinnen und Tourengänger mit einer Abfahrt von über 1'300 Höhenmetern hinunter nach Parpan belohnt, über rund 4,5 km. Die Route ist mit ZS (ziemlich schwierig) bewertet und erfordert Erfahrung im alpinen Gelände, eine vollständige Lawinenausrüstung sowie ein gutes Gespür für die Schneeverhältnisse. Der Aufstieg über den Nordwestgrat ist die gängigste Winterroute, mit einer Abfahrt nach Süden ins Welschtobel.
Bruggerhorn - der Freeride-Berg
Das Bruggerhorn gilt weithin als das beste Gebiet abseits der Pisten in Arosa. Lokal als «Freeride Mountain» bekannt, bietet es eine Vielfalt an Abfahrten durch offene Pulverschneefelder, baumbestandene Hänge und steileres Gelände. Während über den Bruggerhorn-Sessellift mit dem Lift erreichbare Freeride-Abfahrten möglich sind, können Tourengängerinnen und Tourengänger ihren Radius erweitern, indem sie über das Liftnetz hinaus in unberührtes Gelände aufsteigen, mit Blick über das ganze Schanfigg.
Route zur Ramozhütte
Diese Route gilt als Geheimtipp unter den einheimischen Tourengängerinnen und Tourengängern. Der Zustieg führt durch das lange Welschtobel zur Ramozhütte, einer gut ausgestatteten Selbstversorgerhütte, die ihren ursprünglichen alpinen Charme bewahrt hat. Sie ist eine ruhigere Option für alle, die einen Tourentag mit einer Übernachtung in den Bergen verbinden möchten.
Fondei und Sapün
Die Seitentäler Fondei und Sapün bieten Touren, die sich wahrhaft abgeschieden anfühlen. Ein beliebtes Ziel ist der markante Gipfel zwischen den beiden Tälern, der sich mit einem Halt im Berggasthaus Heimeli verbinden lässt. Diese Routen sind besonders bei frischem Pulverschnee lohnend und bieten lange, malerische Abfahrten zurück nach Langwies.
Drei-Bergbahnen-Tour
Für erfahrene Tourengängerinnen, Tourengänger und Freeriderinnen und Freerider verbindet die Drei-Bergbahnen-Tour die Skigebiete Davos Klosters, Arosa Lenzerheide und Tschiertschen an einem einzigen Tag. Diese als einzigartig in den Alpen beschriebene Tour verbindet die Anreise per Bergbahn mit Abschnitten abseits der Pisten und Tiefschneeabfahrten durch drei verschiedene Täler.
Sicherheit und Ausrüstung
Skitouring führt Sie in ungesichertes alpines Gelände, in dem Lawinengefahr, Wetterumschwünge und Herausforderungen bei der Orientierung Teil des Erlebnisses sind. Eine gute Vorbereitung ist unerlässlich.
Jede Tourengängerin und jeder Tourengänger sollte eine vollständige Lawinennotfallausrüstung mitführen: Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Sonde und Schaufel. Ein Erste-Hilfe-Set, ausreichend Verpflegung und Wasser sowie ein geladenes Mobiltelefon werden ebenfalls empfohlen. Prüfen Sie vor jeder Tour das Lawinenbulletin des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF), erhältlich telefonisch unter 187 oder online.
Wenn Sie neu im Skitouring sind oder das Gelände rund um Arosa nicht kennen, empfiehlt sich dringend, eine zertifizierte Bergführerin oder einen zertifizierten Bergführer zu engagieren. Die einheimischen Bergführerinnen und Bergführer kennen die Verhältnisse genau und können die Routen auf Ihr Können und die Schneeverhältnisse des Tages abstimmen. Freeride-Checkpoints im gesamten Skigebiet liefern aktuelle Informationen zur Lawinengefahr.
Ausrüstungsverleih und Bergführer
Skitourenausrüstung, darunter Tourenski, Felle, Schuhe und Sicherheitsausrüstung, lässt sich in den Sportgeschäften im Dorf mieten. Geschäfte in der Nähe der Hauptbahnen wie Carmenna Sport und Luzi Sport führen ein vollständiges Tourensortiment und beraten zu den aktuellen Verhältnissen.
Für geführte Touren bieten die Schweizer Schneesportschule Arosa und unabhängige Bergführerinnen und Bergführer der Region Halbtages- und Ganztagesprogramme an, abgestimmt auf unterschiedliche Erfahrungsstufen. Gruppentouren und private Führungen sind beide möglich.
Die beste Zeit
Die Skitourensaison in Arosa dauert in der Regel von Dezember bis April, wobei die besten Verhältnisse oft zwischen Januar und März herrschen. In der ersten Februarwoche fällt traditionell der meiste Schnee der Saison. Das Frühlingstouring ab Mitte März bietet stabile Verhältnisse und längere Tage und eignet sich damit ideal für höher gelegene Ziele wie das Parpaner Rothorn.
Schneeverhältnisse und die Begehbarkeit der Routen können sich rasch ändern. Prüfen Sie stets die aktuellen Verhältnisse, bevor Sie aufbrechen, und seien Sie bereit, Ihre Pläne anhand der Lawinenprognose und des Wetters des Tages anzupassen.
Ihr Ausgangspunkt im Altein, Arosa
Das Altein liegt im Zentrum von Arosa, in Gehdistanz zur Weisshornbahn und den lokalen Verkehrsanbindungen. Nach einem Tag in den Bergen ist der Wellnessbereich des Hauses, einer der grössten in Arosa, der ideale Ort zur Erholung. Das Restaurant im obersten Stock bietet einen alpinen Panoramablick, passend zu jenem, den Sie sich auf Ihrer Tour verdient haben.
Das Hotelteam hilft Ihnen gern bei der Organisation geführter Touren und des Ausrüstungsverleihs und liefert aktuelle Informationen zu den lokalen Verhältnissen und Routen.
Frequently Asked Questions
Für wen eignen sich Skitouren in Arosa?
Das Gelände eignet sich sowohl für fortgeschrittene Tourengeher, die Erfahrung sammeln, als auch für versierte Skifahrer, die eine Herausforderung suchen. Es reicht von offenen Pulverschnee-Mulden und sanften Graten bis zu steilen Couloirs und technischen Abfahrten. Wenn Sie neu im Tourengehen sind oder das Gelände nicht kennen, wird die Begleitung durch einen zertifizierten Bergführer dringend empfohlen.
Welches sind beliebte Skitourenrouten rund um Arosa?
Das Parpaner Rothorn auf 2'899 m ist der höchste Punkt des Skigebiets Arosa Lenzerheide und bietet eine Abfahrt von über 1'300 Höhenmetern hinunter nach Parpan, mit dem Schwierigkeitsgrad ZS (ziemlich schwierig). Das Bruggerhorn, vor Ort als «Freeride Mountain» bekannt, gilt weithin als bestes Gelände abseits der Pisten in Arosa. Weitere Routen sind die Route zur Ramozhütte, die Täler Fondei und Sapun sowie die Three Mountain Railway Tour, die Davos Klosters, Arosa Lenzerheide und Tschiertschen verbindet.
Wann ist die Skitourensaison in Arosa?
Die Skitourensaison dauert in der Regel von Dezember bis April. Die besten Verhältnisse herrschen oft zwischen Januar und März. In der ersten Februarwoche fällt historisch betrachtet der meiste Schnee der Saison. Das Frühjahrstourengehen ab Mitte März bietet stabile Verhältnisse und längere Tage, ideal für höhere Ziele wie das Parpaner Rothorn.
Welche Sicherheitsausrüstung brauche ich für Skitouren in Arosa?
Jede Skitourengängerin und jeder Skitourengänger sollte eine vollständige Lawinen-Sicherheitsausrüstung mitführen: Lawinenverschüttetensuchgerät, Sonde und Schaufel. Ein Erste-Hilfe-Set, ausreichend Essen und Wasser sowie ein geladenes Mobiltelefon werden ebenfalls empfohlen. Prüfen Sie vor jeder Tour das SLF-Lawinenbulletin, erhältlich telefonisch unter 187 oder online. Freeride-Checkpoints im ganzen Skigebiet liefern aktuelle Informationen zur Lawinengefahr.
Wo kann ich in Arosa Skitouren-Ausrüstung mieten oder einen Bergführer buchen?
Tourenski, Felle, Schuhe und Sicherheitsausrüstung können in Sportgeschäften im Dorf wie Carmenna Sport und Luzi Sport gemietet werden, die auch zu den Verhältnissen beraten. Die Schweizer Schneesportschule Arosa und unabhängige Bergführer bieten halb- und ganztägige Tourenprogramme für verschiedene Erfahrungsniveaus. Sowohl Gruppentouren als auch private Führungen sind verfügbar.